Fenster und Balkontüren

Fenster und Balkontüren können von Einbrechern innerhalb von wenigen Sekunden, nahezu lautlos und ohne großartig sichtbare Spuren geöffnet werden, diese stellen daher oftmals den Schwachpunkt bei Häusern, Erd- oder Dachgeschoßwohnungen dar. Bewusst wird dies einem jedoch erst meistens dann, wenn man Einbruchsopfer geworden ist. Aufgrund des unangenehmen Beigeschmackes sprechen diverse Fensterhersteller dieses Thema nicht an, obwohl bereits vor Baubeginn die richtige Zeit ist darüber nachzudenken. Zum Glück ist es heutzutage aber schon möglich, auch im Nachhinein diese Öffnungen gut (wenn auch nicht unsichtbar) abzusichern. Allerdings wen stört das schon, wenn man dadurch den Einbruch erfahrungsgemäß so verzögern kann, dass verhindert wird, dass jemand seine persönlichsten Gegenstände durchwühlt und entwendet.

Prinzipiell unterscheidet man bei der Fenster und (Balkon)Türensicherung:

  • Vor Baubeginn/Planungsphase bzw Umbau mit neuen Fenstern
    1. Grundsätzlich sollten alle erreichbaren Öffnungen eines Objektes denselben Sicherheitsstandard haben (Widerstandsklasse – WK). Es bringt natürlich nichts, wenn ich bei einem Haus die Eingangstüre besonders sichere und dabei die Fenster nicht – dies passiert bei den meisten Bauträgerhäusern!!
    2. Achten Sie bei den Zertifizierungen ob das gesamte Fenster oder nur die Beschläge getestet wurde
    3. Ob die Fenster einfach, zweifach oder dreifach verglast sind, ist sicherheitstechnisch vollkommen irrelevant, ebenso wie das Material der Fenster, wichtig ist nur die Zertifizierung der WK
  • Nachträgliche Sicherung eines bestehenden Objektes
    1. Zertifikat
    2. Oliven und Bandseiten sollten gesichert werden (Abstand max 1 m)
    3. Balkontüren sollten mit Balken gesichert werden
    4. Glas sollte mittels Folie nachträglich verstärkt werden